Dienstag, 9. April 2019

Anleitung: Stempel stanzen

Mit meiner Klasse möchte ich Blanko-Würfel mit kleinen Symbolen versehen, damit wir diese für mündliche Sprech-Übungen, zum Erfinden von Geschichten benützen können. Da einige meiner SchülerInnen grapho- und feinmotorisch eingeschränkt sind, können nicht alle selber so kleine Motive auf die Würfel malen. Also brauche ich sehr kleine Stempel. Ein paar so winzige Stempel habe ich in meinem Fundus und im Brockenhaus (Trödelmarkt) gefunden. Um mehr Motive zur Verfügung zu haben, habe ich mich mit reichlich Radiergummis zum selber Schnitzen eingedeckt. 
 Mit dem guten alten Linolschnitz-Werkzeug und dem Skalpell bewaffnet, brachte ich von Hand keine zufriedenstellende Stempel hin. Also griff ich kurzerhand in die Kiste mit den Stanzschablonen und fischte die kleinsten Thinlits heraus, schnitt die Radiergummis entsprechend zu und kurbelte sie durch die Stanzmaschine.
Ich habe ein paar Mal pröbeln müssen, um den richtigen Abstand zur Walze zu erwischen. 
Dieser Versuch mit der Stanz-Grundplatte ging gründlich daneben. :-)
Je nach dem, wie hoch dein Radierer ist, kannst Du die mm ausrechnen, die Du zu den Stanz-Platten A und B ergänzen musst. Bei meinen Gummis habe ich mit einer doppelten Schneidematte Finförd*la von I**A und einem Stück Karton die besten Resultate bekommen.
 Die Stanzschablonen schneiden kaum, sondern prägen den weichen Radiergummi nur.
 Durch zünftiges Überdehnen des Radierers reisst die Stanzlinie aber sauber ein.
Jetzt muss nur noch vorsichtig der Rand weggeschnitten werden, ohne das Motiv zu unterschneiden (damit nichts davon wegbricht). Und schon ist der Mini-Stempel einsatzbereit …
Ausser Du schneidest mit dem Linolschnitzer noch weitere Linien ins Motiv, 
um es plastischer zu gestalten.
Viel Spass beim Stanz-schnitzen und stempeln!
Herzliche Grüsse, Dana Craft

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